You are currently viewing Gefühle annehmen

Gefühle annehmen

  • Beitrags-Kategorie:Geflüster

So willkommen sind die schönen Gefühle, die großartigen, die berauschenden. Die, die euch springen lassen, jubeln, die, die Herzklopfen machen vor Begeisterung, die, die man mit allen teilen möchte. Die Gefühle, die einem erlauben, die ganze Welt umarmen zu können.

Aber was ist mit den anderen? Denen, die weh tun, die euch die Luft abschnüren, die euch niederschmettern, die euch Tränen in die Augen treiben, die euch wütend machen, ohnmächtig, klein und verzagt. Was ist mit denen? Sie sind nicht willkommen, weil sie euch euren verletzlichen Anteil zeigen, weil sie euch in euren Augen schwächen, weil ihr euch selbst nicht wiedererkennt in eurer Verletzlichkeit. Vielleicht sind sie das Ehrlichste in euch, denn man kann kein falsches Gefühl fühlen. Das Gefühl ist eine Antwort auf etwas, das euer Erfassungsvermögen übersteigt. Das Gefühl drückt etwas aus, das ihr nicht in Worte fassen könnt, jedenfalls nicht wirklich in Worte fassen könnt, denn Worte sind eine Form, sind wunderbare Werkzeuge, wie Zutaten zu einem Kuchen. Aber welcher Kuchen kann eure Gefühle ausdrücken?

Nun habt ihr also Gefühle in dieser aussergewöhnlichen Zeit und es kann sein, ihr fühlt euch überfordert. Ihr fühlt euch ausgeliefert, ihr verzweifelt, weil sie so stark sind, so unverhältnismässig stark. Nun, ihr müsst wissen, es sind nicht nur eure Gefühle, die ihr da fühlt. Das Kollektiv leidet und hat gelitten, so lange Zeit. Nun ist es, als ob der Weltschmerz ausbricht, der wahre und eigentliche Weltschmerz und ihr könnt ihn fühlen. Das Wissen, dass es gar nicht allein euer Schmerz ist, macht es schon ein bisschen leichter. Wisst, dass ihr mitfühlt für Freunde, Familie, Menschen eures Geschlechts und auch des anderen, für eure Ahnen und all die, mit denen ihr schon verbunden wart, für die Tiere und die Pflanzen. Nun, ihr glaubt, letzte fühlen nichts? Das ist ein uralter Irrglauben. Warum sollten sie nichts fühlen? Weil die Wissenschaft es nicht beweisen kann? Was kann sie denn beweisen? Da braucht ihr euch nur umzuschauen. Auch die Wissenschaft hat ihre Grenzen und auf jeden Fall hat sie keine Gefühle.

Nun wisst ihr also, euer Schmerz ist da und es ist nicht nur der eure. Seid also mutig und stark und nehmt ihn an, in dieser Zeit des Wandels, wo die Verletzungen gehen dürfen, wo alles geheilt werden mag. Es ist an der Zeit, ganz intensiv an der Zeit. Und es geht nicht mehr um die Verletzungen des Einzelnen. Es geht um die Erdengemeinschaft. Deswegen seid gemeinsam stark. Nehmt euch in den Arm und geht durch euren Schmerz und eure Verzweiflung, zusammen! Es geht auch nicht mehr um das Verstehen. Es gibt nichts mehr zu verstehen. In der neuen Ordnung fügt sich alles perfekt zusammen. Verstehen im Sinn von Be- und Verurteilen ist nicht mehr angebracht. Da ist einfach ein Schmerz, eine Verletzung, ja sie ist und sie darf angenommen, geheilt und verabschiedet werden.

Nun fragt ihr euch, wie kann man diesen Schmerz annehmen, die Wut, die Verzweiflung? Indem ihr sie fühlt, euch ganz bewusst entscheidet, sie zu fühlen. Ja sagt, zu dem, was da in euch hochkommt und es kommen lasst. Atmet weiter. Erinnert euch immer wieder daran, zu atmen. Dann spürt in eure Körper, spürt in dieses ‘Erdbeben’ hinein und lasst die Reaktionen zu, das Zittern, die Tränen, die Laute, das Herzklopfen, das Rauschen in den Ohren und alles andere, das ihr fühlt. Bewegt euch, wenn es der Körper will, aber habt Acht, dass ihr niemanden und nichts gefährdet. Es geht um das, was in euch passiert, gebt dem Raum und zieht nicht in den Krieg mit einem vermeintlich Schuldigen, denn darum geht es nicht, soll es nie wieder gehen. Erlaubt den Gefühlen wie eine Flut in euch aufzusteigen, überzuquellen und dann abzulaufen. Sie werden wie im Sand verlaufen. Sie werden transformiert und wir werden euch dabei helfen. Dafür sind wir gekommen, auch dafür. Also wisst, wir sind an eurer Seite, wir begleiten euch durch diesen Prozess, sobald ihr ja sagt, zu eurer Heilung und der des Planeten, denn alles hängt miteinander zusammen. Seid tapfer, seid mutig und öffnet euch für unsere Hilfe. Wir sind da.

weitere Gedanken und Impulse zum Thema Gefühle finden sich hier:

Frieden finden

Gefühle